Methodisch-theoretische Grundlagen
Resilienz ist die Fähigkeit, sich schwierigen Lebenssituationen zu stellen und gestärkt daraus hervorzugehen. Literatur (Romane, Geschichten oder Gedichte …) basiert auf Lebenserfahrung. So treffen sich Resilienz und Literatur in der ihnen gemeinsamen Lebenswelt. Dieses Buch bereitet den Weg für die Verbindung von Resilienz und Literatur. Es schafft die theoretischen und methodischen Grundlagen, wobei Hermeneutik, Dekonstruktion, Postmoderne und ihre Vordenker eine wesentliche Rolle spielen.
Das Thema ist es, ein anderes Textverständnis zu ermöglichen, ohne dass der Text von seiner Eigenart entfremdet wird.
Literatur und Resilienz ermöglicht es, unser eigenes Leben zu überdenken und neu auszurichten. Am Beispiel von Goethes Faust, Rainer Maria Rilke, Corpus Delicti von Juli Zeh und Woyzeck von Georg Büchner sowie Der Mann mit den Bäumen von Jean Giono wird dies anschaulich gezeigt.
Mit diesem Buch lege ich die methodisch-theoretischen Grundlagen dar, die es ermöglichen, Resilienz und Literatur zu verbinden. Die zu stellenden Fragen berühren den Kern eines philosophischen und literaturwissenschaftlichen Diskurses. Mein Thema ist es, ein anderes Textverständnis zu ermöglichen, mit der Öffnung des Textes hin zur Lebenswelt und zu einem anderen Diskurs wie der Resilienzforschung, ohne dass der Text von seiner Eigenart entfremdet wird.
Der Inhalt:
Vorwort
1 . Dasein und Resilienz
Antworten erzählen
Lebensgeschichte
Kairos
Lebendige Literatur
Vorüberlegungen zur Resilienz
Ausblick
2 . Theorieteil: Text – Interpretation – Resilienz
Strategie des Textes
Polysemisches Textgewebe
Perspektive und Welt
Perspektive und Netz
Netz, Geflecht, Ordnung
Flüssiger Sinn
Rudimentäre Metaphysik
Dynamisierung der Interpretation
Metapher
Bestandsaufnahme
Literaturinterpretation und Lebenswelt
Ähnlichkeit, Entsprechung, Differenz
Diskurshoheit
Sprechen über Grenzen
Sprachspiel
Familienähnlichkeit
Gleichsetzung
Evidenz
Kontext und Entsprechung
Analogie und Kontext
Methode und Kritik
Kritik der Hermeneutik
Verstehen und Dekonstruktion
Rückblick
Resilienz im Kunstwerk
Dekonstruierte Hermeneutik
Lebenswelt
Ort der Geborgenheit
Heterotopie
Zusammenfassung
Resilienz und Schutzfaktoren
Elf Schutzfaktoren
Resilienzstrategie als Ausblick
3 . Praxisteil: Resilienz als literarische Hieroglyphe
Faust und das Offene
Faust, die geschlossene Hand
Goethes Faust – das deutsche Nationalepos
Quellen zu Goethes Faust
Was hat das mit mir zu tun?
Das Wort und die Tat
Warum Faust?
Mephisto ist Resilienz
Rückblick
„Ist dir Trinken bitter, werde Wein“ Bewältigungsstrategie am Beispiel: Die Sonette an Orpheus von Rainer Maria Rilke
Orpheus als mythologische Gestalt
Gesang und Sonett
Hermeneutische Geschlossenheit als Programm
Dasein als Gesang
Ist dir Trinken bitter
Psychoanalytische Deutung
Resilienz-Schutzfaktoren
Resilienzstrategie
Corpus Delicti – Überwachung als Volkswille
Der Roman
Die ideale Geliebte
Moritz und die Folgen
Die Methode und ihre Methodik
Hexenjagd?
Themen Corpus Delicti
Justiz und Gesundheit
Recht auf Krankheit
Volkswille und Einzelinteressen
Flog einer über das Kuckucksnest
Suizid und Sterbehilfe
Kramer der „Fanatiker“
Resilienzstrategien
Nachbemerkung
Woyzek – Das Ende der Resilienz?
Der historische Woyzeck
Georg Büchner: 26 Jahre alt
Kohärenzgefühl (7)
Selbstwertgefühl (5)
Hardiness (8)
Wahn als Coping (10)
Resilienz ohne Resilienz
Der Mann mit den Bäumen: Immer wieder lockt die Resilienz
Trostlosigkeit, die Veränderung bedingt
Resilienzfaktoren als Resilienzstrategien
4 . Anhang: Inhaltsübersicht der Texte
Faust I
Corpus Delicti
Woyzeck
Literaturliste
Literaturwissenschaft
Literatur zum Thema Resilienz